11. Wirtschaftliche Existenz

Für wen? Ferienwohnungs-Vermieter, Pensionen, Tourismusbetriebe, Direktvermarkter, naturnahe Anbieter. Auch für Selbständige, deren Standort durch das Projekt entwertet wird.

E-Mail-Daten

An: marion.jantsch@quedlinburg.de

Betreff: Einwendung Bebauungsplan Nr. 74 Morgenrot – Wirtschaftliche Existenz

Text der E-Mail

Sehr geehrte Damen und Herren,

innerhalb der laufenden Auslegungsfrist nach § 3 Abs. 2 BauGB erhebe ich Einwendungen gegen den Bebauungsplan Nr. 74 „Zukunftsprojekt Morgenrot".

Meine persönliche Betroffenheit: Ich betreibe in [Adresse] folgendes Angebot: [z. B. Ferienwohnung mit ___ Betten / Pension / Restaurant / Café / Naturerlebnis-Angebot / Direktvermarktung]. Mein Standort wird wesentlich durch [naturnahes Umfeld / Welterbe-Nähe / Ruhe / Aussicht] geprägt.

Konkrete Einwendungen zur wirtschaftlichen Existenz:

Quedlinburg lebt zu einem erheblichen Teil vom Welterbe-Tourismus. Die geplante industrielle Großanlage gefährdet meine wirtschaftliche Existenz konkret. Ich befürchte:

  1. Beeinträchtigung meines Tourismusangebots durch das veränderte Umfeld.
  2. Rückgang der touristischen Attraktivität des Standorts.
  3. Einkommensverluste durch sinkende Buchungszahlen.
  4. Imageschaden für naturnahe Angebote.
  5. Investitionsunsicherheit für geplante Erweiterungen oder Modernisierungen.
  6. Wettbewerbsnachteil gegenüber Standorten ohne Windkraftbelastung.
  7. Langfristige Standortentwertung, die meine Altersvorsorge gefährdet.
  8. Reputationsverlust für die Marke „Quedlinburg" insgesamt.

Eine konkrete tourismuswirtschaftliche Folgenabschätzung für das Welterbe-Umfeld fehlt in den Unterlagen vollständig. Auch die Welterbeverträglichkeitsprüfung von Prof. Kloos benennt eine „technische Überprägung des Landschaftsraums" – mit absehbaren Folgen für den Tourismus.

Außerdem rüge ich: In den Planunterlagen fehlen wichtige Gutachten – Fachbeitrag Wasserrahmenrichtlinie, Verkehrsgutachten, Verkehrslärmprognose und Kapazitätsbestätigung Trink- und Abwasser. Diese sind nachzuholen und die Öffentlichkeit ist hierzu erneut zu beteiligen.

Ich beantrage:

  1. Diese Einwendung in der Abwägung zu berücksichtigen.
  2. Eine konkrete tourismuswirtschaftliche Folgenabschätzung.
  3. Hilfsweise: Die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses.

Um schriftliche Eingangsbestätigung wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

[Vorname Nachname] [Geschäftsadresse] [PLZ, Ort] [Datum]

Was muss ich ausfüllen?

  • Art Ihres Betriebs / Angebots
  • Standortqualität, die heute geschäftsrelevant ist