Häufig gestellte Fragen
Welche Akteure stehen hinter "Zukunft Quedlinburg"?
Bürger und Bewohner aus der Mitte der Gesellschaft, die Quedlinburg in seiner Einzigartigkeit lieben, wertschätzen und erhalten wollen.
Wir sind politisch und parteilich ungebunden. Wir kommen aus der Mitte der Gesellschaft: Handwerker, Lehrer, Unternehmer, Wissenschaftler, Künstler, Juristen, Architekten.
Wie haben Sie sich zusammengefunden?
Dieses wichtige Projekt wurde durch die spärlichen Informationen der Stadt und Projektbeteiligten wenig bekannt gemacht, aber seit der Bauausschuss-Sitzung im August 2025 wurde uns die Tragweite der Entscheidung bewusst und wir wünschten uns alle mehr Transparenz und demokratische Beteiligung - der Rest waren lokale Netzwerke.
Warum haben Sie sich entschlossen, einen Verein zu gründen (statt z. B. als BI zu agieren), und warum jetzt (das "Zukunftsprojekt Morgenrot" ist ja schon länger ein Thema)?
Ein Verein bietet Vorteile in der Ansprechbarkeit und Nachhaltigkeit, ist eine übliche und seriöse Rechtsform sowie hilfreich bei der Finanzierung unserer Arbeit. Die Gründung des Vereins wurde seit Q3/2025 von uns betrieben.
Was wollen Sie erreichen, was ist das Ziel des Vereins?
In Quedlinburg befinden wir uns im Weltkulturerbe im Harzvorland, einem einzigartigen touristischen und kulturellen Hotspot. Wir wollen eine andere Zukunftsperspektive für Quedlinburg aufzeigen als die des Oberbürgermeisters per “Zukunftsprojekt Morgenrot”.
Wir sehen eine Zukunft, die die einzigartigen Stärken und die Geschichte von Quedlinburg respektiert und nicht unwiederbringlich beschädigt. Es gibt viele Fragen an das Zukunftsprojekt Morgenrot, die den Sinn und Nutzen für die Stadt sehr fraglich erscheinen lassen - die Industrieansiedlung, die finanzielle Seite, die Schäden für den Tourismus, das Image und die Natur.
Das Projekt mit seinen 14 Windkraftanlagen mit der in Deutschland noch nirgendwo erbauten Höhe von 285m, die in Sachsen-Anhalt einzigartigen Größe der Photovoltaik-Fläche mit über 200ha sowie des 300ha großen Industriegebiets mit geplanten 30m hohen Hallen lassen uns ernsthaft fragen, ob der Stadtrat und der OB der Stadt und dem Erbe die nötige Wertschätzung entgegenbringen.
Wir wollen verhindern, dass aus einem weltweit anerkannten Kleinod ein groß angelegtes Industriegebiet mit angehängten Kleinstädtchen wird. Das macht aus unserer Sicht keinen Sinn.
Sie haben eine Petition gestartet, mit der Sie den Bürgermeister und den Stadtrat auffordern, eine Bürgerbefragung durchzuführen, und begründen unter anderem, die Bürger haben das "Recht, ihre Bedenken und Wünsche in Bezug auf solch ein weitreichendes Projekt zu äußern". Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass solche Beteiligungen im Rahmen des Verfahrens erfolgen würden (erste auch schon erfolgt seien).
Wir sehen die Bürgerbefragung als notwendiges und wichtiges Instrument zur Befriedung der gesamten Diskussion. Der OB Frank Ruch selbst hat in der Sitzung des Bauausschusses am 28. August 2025 im Angesicht öffentlichen Unmuts vor ca. 60 Anwesenden gesagt, daß wenn das ZPM so umstritten ist, er selbst eine Bürgerbefragung durchführen wird. Wir nehmen ihn beim Wort.
In Quedlinburg gibt es einen sehr guten Vorläuferfall aus dem Jahre 2009, als es um den Teil-Verkauf der QLB-Stadtwerke ging und die Mehrheit der Bevölkerung sich per Befragung dagegen aussprach - im Nachhinein eine sehr richtige Entscheidung der Mehrheit der Einwohner.
Warum reicht das aus Ihrer Sicht nicht aus, halten Sie eine Bürgerbefragung für erforderlich?
Die bisherigen “Bürger-Beteiligungen” und die im September 2025 durchgeführte Einwohnerversammlung haben aus unserer Sicht den Charakter von Informationsveranstaltungen. Die zahlreichen kritischen Anmerkungen der Bürger sind in keiner für uns sichtbaren Weise in das Verfahren eingeflossen. Das gesamte hastig durchgeführte Planungsverfahren läßt den Eindruck entstehen, daß die Bürger der Stadt vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollen. Wir fragen uns, wie ernst es dem OB mit der Transparenz über die Dimensionen des Projektes ist.
Wie lange wollen Sie Unterschriften sammeln, um diese Bürgerbefragung einzufordern?
Solange, bis diese stattfindet. Es gibt hier keine Fristen oder Quorum. Wir wollen dem Stadtrat, von dem wir genau wissen, dass viele Stadträte große Bauchschmerzen mit dem ZPM haben, hier ein klares Signal senden, endlich die Bürgerbefragung nach §12 der Hauptsatzung der WES QLB durchzuführen.
Wie viele Unterschriften wollen Sie sammeln (gibt es eine Zielgröße)?
Nein, wir wollen soviele Unterschriften wie möglich sammeln, sowie in Quedlinburg, im Harzvorland, wie auch in Deutschland und international - denn Quedlinburg gehört uns allen.
Was bedeutet Ihr Logo?
Der Roland vor dem Quedlinburger Rathaus ist seit jeher das Wahrzeichen bürgerlicher Freiheit und Selbstbestimmung. Unser Logo greift dieses Sinnbild bewusst auf:
- Der erhobene Schwertarm steht für die Entschlossenheit, Quedlinburg gegen kurzsichtige Vorhaben zu verteidigen.
- Der Schild steht für den Schutz dessen, was unsere Stadt ausmacht – ihr Welterbe, ihre Lebensqualität, ihre Identität.
- Zusammen signalisiert die Figur: Wir sind bereit, für eine bessere Zukunft Quedlinburgs einzustehen.